knusperfarben

Business-Portraits: warum in die Ferne schweifen?

Diese Geschichte muss erzählt werden.
Denn: das Gute liegt so nah.

Neulich rief mich Sabine an. Es ging um neue Bewerbungsbilder. Ok. Wir verabredeten uns auf einen Kaffee oder zwei, um gemeinsam heraus zu finden, was es denn genau sein sollte.

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich vielleicht nicht die “typische Businessfotografin” bin. Denn ich möchte immer etwas über den Hintergrund der zu fotografierenden Personen erfahren. Euren beruflichen Hintergrund. Eure persönliche Seite. Was ihr besonders mögt. Wie ihr seid. Wie ihr euch selber seht.

Ich bin niemand, der sich einfach mit den Kunden trifft, sie hinstellt und Zackbummbäng … fertig. Mir geht es um den Menschen hinter den Bildern. Das ist vielleicht erst einmal komisch zu hören aber am Ende gilt: ihr seht im fertigen Bild, wie sehr die Fotografin/der Fotograf euch kennt. Denn es ist immer auch ein Porträt euer Selbst.

Wie sehr ihr euch darauf erkennt. Das ist wichtig. Denn niemand möchte Bilder, die zwar ganz “nett” sind aber euch so gar nicht in eurer Persönlichkeit unterstützen. Was nutzt es, wenn ihr ein Bewerbungsfoto abschickt und es eine steife, seitlich dem Betrachter zugewandte Person mit einem breiten Julia-Roberts-Zahnpasta-Lächeln vor grauem Hintergrund mit Blazer zeigt aber nicht euch? Na also. :o)
Und Ja –  das kostet mehr. Mich und euch. Mehr Einsatz von beiden Seiten. Mehr Gedanken um die eigene Positionierung. Mehr Interesse aus fotografischer Sicht. Klar wäre es super einfach euch zu mir nach Hause zu bestellen und euch “einfach” auf den Hocker zu setzen. Ehrlich? “Einfach” ist scheiße. “Einfach” ist Mainstream. “Einfach” will kein Arbeitgeber, der auch nur einen Cent auf sich und seine Personalpolitik setzen würde. Ende der ehrlichen Worte.

Und ich schweife ab. Also.
Sabine und ich trafen uns. Sprachen über ihre Wünsche, Vorstellungen und Träume. TRÄUME SIND WICHTIG! Eine klare Positionierung hatte sie noch nicht. Aber sie brauchte in jedem Fall was “Klassisches” und etwas, was ihren Typ gut rüber bringt.
Und in ihrer Zukunft wird es um das Thema Nachhaltigkeit gehen. Da stehen ganz viele Ideen im Raum.
Wir grübelten. Hmmm Hmm. Ich versuchte näher ans Thema Nachhaltigkeit heran zu kommen. Die Spanne ist natürlich extrem breit. Bis – ja BIS zu diesem einen Punkt, nach ca. 1.5 Stunden wo Sabine mich anschaut und ganz beiläufig erwähnt: du, ich wohne übrigens in einem Haus ziemlich weit draussen und ich habe Schafe und einen Hund.

BÄMM.

Nachhaltigkeit. Haus in der Natur. Hund. SCHAAAAAFEEEEE! (Hier seht ihr mich jetzt emotional auf dem Tisch tanzen)

Mein Fotografinnen-Herz klopfte schon ganz laut und von süßer Vorahnung ergriffen säuselte ich: Schafe? Wolle? Natürliche Stoffe? Sommer? Sonne? Sonnenuntergangsbilder im Gegenlicht? Freistehendes Haus?

JA!AAAA Gebongt. *chrrrr

Wenn es darum geht euch selbst zu zeigen, denkt vor allem auch an euer ureigenstes Umfeld. Denn darum geht es. Wenn wir gemeinsam eine geeignete Location suchen, dann schaut euch vor allem in eurem direkten Umfeld um. Euer eigenes Haus oder eure Wohnung ist manchmal das Passendste, was euch passieren kann. Ja, für eure Augen ist es Alltag aber für meine Augen ist es neu und hier finde ich EUCH. Hier lässt sich so viel machen.

Und weil ich jetzt mal wieder viel zu viel geschrieben habe, findet ihr hier die wunderbaren Bilder von Sabine, die ich schon in der Nacht nach unserem Treffen vor dem inneren Auge hatte. Glaubt mir, wer mit Herz und Seele fotografiert, kann sich nichts Besseres wünschen als die Erfüllung der Vorstellung.

Am Ende des Tages sind so viele tolle Bilder entstanden. Von klassischem Bewerbungsbild und Blick in die Kamera bis zu Boah-Spaß-Bildern für den persönlichen Gebrauch. Alles dabei. Alles abgedeckt. Einsatzgebiete in alle Richtungen. YES!

Der Schafbock heißt übrigens Peter und ich wusste nicht wirklich WIE laut Schafe blöken können. Alter Schwede. Dass ich mich für ein paar Bilder in Schafscheiße gewälzt habe ist auch nicht schlimm. Das Ergebnis zählt. Hihi.

Und als alle Bilder im Kasten waren, frage Sabine: “Haben wir eigentlich ein paar verrückte Bilder?” Und fing an zu tanzen.

Sabine Lück Businessportraits

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